IVO LADDE - International Road Racer und TT Fahrer

«Sehr geehrter Herr Schmidt


Wäre es möglich, bei Ihnen einen Termin zu bekommen?


Die Zeit könnte nicht unpassender sein, die Welt steht auf dem Kopf und mit diesem Wissen macht es alles nur noch schwerer. Doch auch in dieser Zeit kann Grosses entstehen. Damit Sie auch wissen, um was es sich genau handelt, gebe ich Ihnen hier einen kurzen Einblick:»


Mit diesen Sätzen begann im Mai 2021 die Zusammenarbeit zwischen Ivo Ladde und Motos Knüsel. Wer Ivo Ladde ist und was er macht – das erzählt er euch hier.



Es gibt Dinge im Leben, die muss man machen. Es gibt Dinge, die einem unerwartet begegnen und unser Leben verändern. Niemand weiss, woher diese «Zufälle» kommen. Sie begleiten uns das ganze Leben, sie faszinieren uns, lassen uns nicht mehr los, sie bestimmen und definieren uns. Diese Geschehnisse sind oft ebenso ungreifbar wie unerklärbar. Die Rationalität wird ausser Acht gesetzt, Gefahr, Risiko und die Angst werden zweitrangig. Es ist ein Trieb, der nicht schwinden wird, bis man seine Ziele erreicht hat.


Strassenrennen – die ursprünglichste Form des Rennenfahrens. Normale Strassen, die tagtäglich von normalen Verkehrsmitteln benützt werden, verwandeln sich während einiger Tage im Jahr zu einer Rennstrecke. Die Laternenmasten, Mauern und Häuser am Strassenrand bieten bei einem Rennen keine Auslaufzonen. Schachtdeckel und die Strassenmarkierungen auf der Strasse erhöhen den Anspruch an das Fahrkönnen der Fahrer. Dies sind meine Rennstrecken und die Strassen, auf denen ich meine Rennen bestreite. Die «Isle of Man» ist die historisch längste Rennstrecke in der Geschichte des Motorsports. Eine Runde auf diesem legendären Kurs ist 60,7 km lang, das Rennen in meiner Klasse (600 cc) «Supersport» dauert 4 Runden und als Newcomer beendete ich mein erstes Rennen 2019 auf dem 14. Platz.


Alles begann im Jahr 2014, als ich das Bolliger Team als freiwilliger Helfer begleiten durfte. Dieses Erlebnis war der Einstieg zu meiner Leidenschaft. Was ich dort erlebt habe, ist für mich unbezahlbar. Da ich zu dieser Zeit im Studium war, konnte ich mir dieses Hobby zeitlich und finanziell nicht leisten. Deshalb vergingen weitere Jahre, bis ich 2017 das erste Mal mit einer Honda CBR 600 F, Jahrgang 1991, auf eine Rennstrecke ging. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine Kenntnisse über Motorräder und Motorsport, auch im familiären Umfeld und in meinem Freundeskreis hatte niemand Erfahrung.


2017 fuhr ich einfache «Trackdays» und lernte auf der Swissmoto Horst Saiger kennen, den ich danach an sogenannten «Real Roadracing Rennen» begleiten konnte. Hier war für mich der Entscheid gefallen, Strassenrennen zu fahren und mein Weg begann.


Da ich im Abschlussjahr meines Studiums war und nebenbei in einer Stiftung arbeitete, in der ich geistig beeinträchtigte Jugendliche ausbildete, war das für mich nicht ganz einfach.


Ich durfte den Bus der Stiftung für mein Hobby ausleihen, wofür ich immer noch sehr dankbar bin. Somit war ich von Montag bis Freitag mit Studium und Arbeit beschäftigt, am Freitagabend war dann Bus beladen mit meinem Bike und der Ausrüstung angesagt und dann Abfahrt Richtung Rennstrecke. Samstag und Sonntag auf der Rennstrecke mein Bestes geben und am Montag wieder direkt in den Hörsaal. 2018 bekam ich die Möglichkeit, bei der Schweizer Meisterschaft mitzufahren und an nationalen «Road Racing Rennen» mit meiner Yamaha R6 teilzunehmen.


2019 stieg ich in die IRRC (International Road Racing Championship), die Europameisterschaft im «Road Racing», auf. Meine Trainings absolvierte ich auf den «normalen» Rennstrecken. Zu dieser Zeit bekam ich die Einladung zum «Manx Grand Prix», dem Rennen auf der «Isle of Man».


Das ist die grösste Ehre, die ein «Road Racer» je bekommen kann, denn zu diesem Rennen kann man sich nicht einfach anmelden, man wird persönlich eingeladen.

Dies war mein allergrösster Traum – einmal ein Rennen auf der «Isle of Man» zu fahren. Das weitere Vorgehen war sehr schnell klar: Jeden Abend Onboard-Videos schauen und zugleich alles planen und organisieren.


Ich könnte an dieser Stelle noch sehr viel mehr von meinen ganzen Erlebnissen, Vorbereitungen und von meiner Rennkarriere schreiben, doch das würde ich allen Interessierten viel lieber persönlich erzählen.


So wie es aussieht, wird die Saison 2022 mit einer gewissen «Normalität» durchgeführt werden können. Ich bin für die neue Saison auf allen Ebenen gut vorbereitet und mein inzwischen grösser gewordener Erfahrungsschatz wird sich bestimmt als sehr hilfreich erweisen.


Alle, die mehr über mich und das Rennenfahren wissen möchten, können mich im April 2022 bei Motos Knüsel persönlich treffen.


Nach unserem ersten Treffen Ende Mai 2021 war uns klar: Ivo Ladde, diesen sympathischen Kerl, unterstützen wir. Ganz nach unserem Moto: Erlebnis Pur!


Wir schicken Ivo mit einer BMW S 1000 RR auf die Strecke. Hier sprechen wir von einer absoluten Win-win-Situation. Ivo liefert sein ganzes Rennfahrer-Know-how für eine optimale Abstimmung und wir das geballte technische Wissen, um ihn mit dem Bike in seinen Trainings ganz nach vorne zu schicken.


Ivo trainiert aber nicht nur auf einer BMW S 1000 RR, er begleitet Motos Knüsel bei mehreren «Track Day Events». Hier hat die «Motos Knüsel Racing Community» exklusiv die Möglichkeit, sich von einem echten «Road Racer» supporten zu lassen. Auf geht’s zur Jagd nach eurer persönlichen Bestzeit.


Ihr wollt Ivo kennenlernen? Am 2. und 3. April 2022 ist Ivo an unserer Frühlingsaustellung und beantwortet euch gerne Fragen zu ihm, seinem Projekt oder natürlich zum Racing ganz allgemein.


Wir freuen uns sehr auf die gemeinsame Saison mit Ivo und sind schon sehr gespannt auf sein Resultat an der TT.





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